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Herausforderungen des Elternseins: Warum du nicht allein bist
Das Elternsein wird oft als eine Reise voller reiner Freude dargestellt, gefüllt mit perfekten Momenten und bedingungsloser Liebe. Obwohl es diese Momente ganz sicher gibt, kann die alltägliche Realität weitaus komplexer sein. Zwischen schlaflosen Nächten, Trotzanfällen und dem endlosen Spagat zwischen Beruf und Familie fühlt man sich leicht überfordert und isoliert. Wenn du dich jemals gefragt hast: „Bin ich der oder die Einzige, der es so geht?“, sei versichert: Du bist es nicht.
Die Wahrheit ist, die Herausforderungen des Elternseins sind universell. Millionen von Eltern meistern genau wie du das wunderschöne Chaos der Kindererziehung.
Die unausgesprochenen Hürden des Elternlebens
Seien wir ehrlich, wie der Alltag als Elternteil aussehen kann. Es ist nicht immer nur Sonnenschein und Gesang. Einige der häufigsten, aber auch isolierendsten Erfahrungen sind:
- Schlafmangel raubt Energie und Geduld.
- Große und kleine Wutanfälle – bei Kindern und Eltern.
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Alles unter einen Hut zu bekommen, ist ein ständiger Balanceakt.
Warum du dich nicht allein fühlen solltest
(und wie du Anschluss findest)
Sich in diesen Kämpfen isoliert zu fühlen, ist normal, aber es muss nicht deine Realität bleiben. Anzuerkennen, dass du Unterstützung brauchst, ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche. Eine Gemeinschaft aufzubauen und dein „Dorf“ zu finden, ist wichtiger denn je.
Hier sind ein paar praktische Wege, um den Kreislauf der Isolation zu durchbrechen:
- Sprich deine Wahrheit aus: Beginne damit, mit deinem Partner, einem engen Freund oder einem Familienmitglied zu sprechen. Einfach zu sagen: „Das ist heute wirklich schwer“, kann eine riesige Last von deinen Schultern nehmen. Du wirst vielleicht überrascht sein, wenn die Antwort lautet: „Mir geht es genauso.“ Deine Erfahrungen zu teilen, nimmt ihnen die Bedrohlichkeit und gibt dir das Gefühl, verstanden zu werden.
- Finde deine Leute: Suche nach lokalen Elterngruppen, online oder persönlich. Diese Gemeinschaften bieten einen sicheren Raum zum Auslassen, um Rat zu fragen und um lustige (oder schreckliche) Geschichten mit Leuten zu teilen, die es einfach verstehen. Zu wissen, dass ein anderes Elternteil auch mit einem wählerischen Esser oder einem schlaflosen Kind zu kämpfen hat, kann unglaublich tröstlich sein.
- Bitte um Hilfe und nimm sie an: Wir haben oft das Gefühl, alles allein schaffen zu müssen, aber das ist ein Rezept für Burnout. Scheue dich nicht, einen Freund zu bitten, eine Stunde auf deine Kinder aufzupassen, damit du allein eine Besorgung erledigen kannst. Wenn jemand anbietet, Abendessen vorbeizubringen oder bei der Wäsche zu helfen, sag ja! Die Leute wollen helfen; lass sie.
- Priorisiere kleine Momente der Verbindung: Du brauchst keine große Ausgeh-Nacht, um dich verbunden zu fühlen. Ein schneller Kaffee mit einem Freund, ein 10-minütiger Anruf in der Mittagspause oder sogar ein Textaustausch mit einem anderen Elternteil können einen gewaltigen Unterschied in deinem Tag machen.
Elternsein ist ein Marathon, kein Sprint. Es wird harte Tage geben, chaotische Tage und Tage, an denen du das Gefühl hast, zu versagen. Aber es wird auch Momente tiefer Liebe und Freude geben. Indem du auf andere zugehst und dir ein Unterstützungssystem aufbaust, erinnerst du dich daran, dass du Teil einer großen, unperfekten und wunderbar menschlichen Gemeinschaft von Eltern bist, die alle ihr Bestes geben. Und das ist mehr als genug.
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